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Wintereinbruch mitten im Sommer/24.7.2010

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Zittauerhütte/Zillertal vom 23.07. - 25.07.2010

Dabei waren Hansi (Rehlein) und Bernd Müller

Hier ein kurzer Ablauf des Geschehens:

Freitag,23.07. 6:00 Uhr Abfahrt bei Bernd; 19 Grad; 7 Brötchen beim "Gesäußer Beck"; kommen flott voran, Nürnberg 20,5 Grad, nach 285 km starker Regen,der sich bis zum Eingang Zillertal hinzog. Danach reißt die Wolkendecke auf und Sonne kamab und zu zum Vorschein. Ankunft in Finkau (1410m) um 11:15 Uhr. Auf zur Zittauer Hütte (2328m). Nach nur ca. 2 Stunden ereichen wir unser erstes Ziel, die Hütte. Bei Ankunft kam der Regen. Nach kurzer flüssiger Stärkung und bei nachlassenden Regen kurzer Aufstieg zum oberen Gerlossee (2450m). Waren gut drauf und sind noch bis auf ca.2600 hm. Das Wetter war aber besser drauf; zum jetzt wieder stäker einsetzenden Regen (es schüttete aus allen Kanonen)kam noch ein glitzekleinen Gewitter mit den üblichen Begleiterscheinungen, wie Donner und Blitz. Letzter war uns sehr nahe so dass wir beim Abstieg zur sicheren Hütte Flügel bekamen; wir waren erstaunlich schnell wieder in unserer Schutzbehausung. Unsere nassen Klamotten hängten wir in den wirklich funktionierenten Trockenraum und den inneren Flüßigkeitsverlust glichen wir prompt mit Früchtetee und Hefeweizen aus. Außentemperatur um 17:00 Uhr jetzt bei 12 Grad. Am ersten Tag, nach ca. 5 1/2 Stunden hatten wir 1128 hm und 254 m abwärts in den Beinen. Übrigens 21:00 Uhr 8 Grad vor der Hütte.

Samstag,24.07. "Soll´n mer oder soll´n mer nie." Wir machen´s. Abmarsch 8:45 Uhr von der Zittauer Hütte in Richtung Roszkopf, über´n oberen Gerlossee auf 2714 m. Ab 2470 M verwandelt sich der Schneegraubel in richtigen Schnee. Bei der Abzweigung in Richtung Richterhütte und Roszkopf auf 2714 m starker Schneefall mit Windboenen. Waren es an der Zittauer Hütte  nach schlappe 4 Grad, waren es hier bereits minus 3 Grad. Die Wegschilder waren bereits mit mindestens 4 cm  Schnee und Eis bedeckt. Wir gehen trotzdem in Richung Roszkopf (2850m); mussten aber ca. 20 m vor dem Gipfel abbrechen; minus 4 Grad, Neuschnee bereits ca. 5-10 cm, vereiste Steinplatten und wie gesagt, starke Windboen. Wir gehen zurück zur Abzweigung Richterhütte dann über die Roszkarscharte steil bergab. Die ersten hundert Höhenmeter hatten es in sich, sprich waren absolut gefährlich. Danach ging es einigermaßen erträglich zu.  Ab 2300/2400 m kam wieder unser bereits gewohnter Regen/Schneeregen. Temperatuer +/ - 0 Grad.Es war ein langer "Hatsch" hinab bis zur Abzweigung Tauernhaus/Richterhütte, ca 2100 hm. Aber die Richterhütte, auf 2374 hm gelegen, mussten wir mitnehmen. Hütte war voll, alle Bergsteiger waren klatschnaß. Trockenraum funktionierte nicht. Also blieben auch wir klatschnaß. Eine Gruppe Sachsen, genauer aus Plauen, ca. 20 Leute, erzählten uns von ihrem nächsten Ziel, der Plauener Hütte. Um zu dieser zu gelangen, mussten sie noch ein Kar mit ca. 2650 hm überinden. Manche, ausgerüstet wie verkappte Leichtatlethen, begaben sich tatsächlich um ca. 14:30 auf diesen ach so lockeren und leichten Anstieg,  mit einer Gehzeit von 4-5 Stunden um zu ihrem Tagesziel, die Plauener Hütte zu erreichen. Ein Mitglied der österreichischen Bergwacht, der uns am darauffolgenden Tag als Tramper in Krimmel, in Richtung Abstellplatz für unser Auto , mit genommen hat erzählte uns von ihren Einsatz Richterhütte/Plauenerhütte. War sehr amüsant. Nach ca 1 1/2 Stunden erreichten wir unser Tagesziel, das Krimmler Tauernhaus (1622 m). Wir stärkten uns flüssig mit Wasser, Früchtetee und Hefeweizen. Auf beiden Hütten hatten Bernd und ich Glück mit unseren Unterkünften. Zweimal im Zweibettlager, was will man mehr. Statt viele schnarchte also nur einer. Der andere hört`s ja nicht. Viele ältere Berwanderer/innen belagerten das Tauernhaus. Jüngere weibliche Bergwanderinnen hatten an diesem schlechten Tag offenbar Ausgangsverbot.

Sonntag,25.07. Abstieg bei leichten Nieselregen. Den Aufstieg zur Warnsdorfer Hütte und das Gamsspitzl 2888 m schenkten wir uns. An den imposanten Krimmler Wasserfällen, Unesco Weltkulturerbe, vorbei erreichten wir nach ca. 12 km. Krimml. Die Wasserfälle prasselten über drei Etappen über 380 m in die Tiefe. Leider verpassten wir  nur um  wenige Minuten den Postbus, der uns über den Gerlospass in Richtung Abstellplatz für unser Auto hätte bringen sollen. Der nächste Bus fuhr  erst ca. 14:30 Uhr. Jetzt ist gerade mal 10:15 Uhr. Wir "Oldies" mussten also trampen. In einer völlig lockeren Art nahm uns gleich das erste Auto, ein VW - Bus mit. Man muß halt einfach beim Trampen nicht aus dem Gehsteig stehen, sondern sich gleich auf die Mitte der Fahrbahn positionieren, so dass das entgegen kommende Auto wenig Möglichkeiten hat, um ausweichen zu können. So kam es, dass wir sehr schnell mit dem Fahrer, dieser war ausgerechnet der "Bergretter" von der Richterhütte/Plauenerhütte, ins Gespräch kamen. Dieser setzte uns hinter dem Paß an einem Speicher ab, so dass wir nur noch 5-6 km zu unserem Auto laufen mussten. Statt  50€, welches uns ein Taxi in Krimml gekostet hätte, kostete die unterhaltsame Fahrt nur 10€, welche der Fahrer noch nicht mal nehmen wollte. Abfahrt ca. 11:45, Ankunft bei besten Wetter in Hof ca. 16:50; Weizen kein Tee. Ausklang ab 19:00 Uhr mit unseren Frauen auf´n Mimetzer Schützenfest um den Umsatz an zu kurpeln.